Positive Psychologie in Bildungseinrichtungen

Positive Psychologie kann im schulischen Kontext Menschen und Organisationen energetisieren und das Wohlbefinden von Lehrer/innen, Schulleitungen, Schüler/innen und Eltern nachhaltig stärken. Eindrucksvoll wird in dieser Weiterbildung die Theorie und Praxis der Positive Psychologie für Schule und Unterricht systematisch aufbereitet. Damit zeigt sie Wege auf zu einer glücklicheren Schule, zu Leichtigkeit und Wohlbefinden für Schüler/innen und Lehrende. Denn ein gutes Schul- und Lernklima stärkt kognitiv und emotional und steigert die Gesundheit von Schüler/n/innen und Lehrpersonen, fördert die Leistungsorientierung und -bereitschaft sowie die soziale Kompetenz und wirkt sich insgesamt positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler/innen aus.


Welche Faktoren stärken also das Wohlbefinden von Menschen? Das sind positive Gefühle, Engagement, Sinn und Bedeutung, aufbauende Beziehungen und das Gefühl, wirksam zu sein, seinen Zielen näherzukommen. Diese fünf Elemente der Positiven Psychologie erläutern die Referent/en/innenfundiert und humorvoll mit vielen Beispielen und Übungen. Die Weiterbildung zielt damit auf eine gute Zeit des Lernens.

Cover 2015 by Beltz

Curriculum

Der US-amerikanische Psychologe Martin Seligman hat fünf Elemente der Positiven Psychologie bestimmt, an denen sich die Weiterbildung orientiert.

  1. Positive Emotions. Durch positive Emotionen verbreitert sich die Bewusstseinslage, persönliche Ressourcen werden aufgebaut und die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg steigt. Ein positives Klassenklima trägt also maßgeblich zum Lernerfolg der Schüler/innen bei.
  2. Engagement. Dieses Element wird stark von dem Phänomen des Flows geprägt. Schüler/innen können erleben in der gegenwärtigen Tätigkeit aufzugehen, bei der Zeit und Bewusstsein in den Hintergrund rücken und vollständig im Flow absorbiert werden.
  3. Relations. Der Mensch als soziales Wesen ist auf Beziehungen zu anderen angewiesen, die sich auf sein Wohlbefinden und Motivation auswirken. Schüler/innen mit stabilen, positiven Beziehungen zeigen häufiger prosoziales Verhalten und erbringen höhere Leistungen.
  4. Meaning. Wer Sinn im Leben erfährt, hat an etwas Anteil, das größer ist als man selbst. Altruismus und Philanthropie sind gelungene Wege, um ein sinnvolles Leben zu führen und Wohlbefinden zu steigern. Aber auch den Sinn im eigenen Handeln – im Unterricht – zu erkennen, trägt zum Wohlbefinden bei.
  5. Accomplishment. Sich eigene Ziele zu setzen und diese zu erreichen, wirkt sich förderlich auf die Selbstwirksamkeitserwartung und das Wohlbefinden aus. Durch die Bewältigung von Herausforderungen findet Entwicklung statt und begünstigt das Flourishing.

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an alle Bildungsbeteiligte, also Lehrpersonen, Pädagog/en/innen, Erzieher/innen, (Schul)Sozialarbeiter/innen usw.

Dozent/en/innen

Die Veranstaltung wird von den folgenden drei Referent/en/innen durchgeführt.
Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry, Professorin für Empirische Lehr-Lern-Forschung an der Universität Trier
Dr. Julian M. Greve, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Trier und Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Motivation

Umfang | Termin | Ort

Die Weiterbildung umfasst sechs Tage, davon vier Trainingstage mit 32 Ust., ein Tag Selbststudium und ein Tag Prüfung. Der nächste Durchgang findet vom 11.-16. Oktober 2021 jeweils 10:00-17:00 Uhr in Trier statt.

Kosten | Leistungen | Anmeldung

Die Teilnahmegebühr beträgt 990 € (gemäß § 19 Abs. 1 UStG, wird keine Umsatzsteuer berechnet). Die folgenden Leistungen sind enthalten.

  • Teilnahme an vier Trainingstagen (32 Ust.)
  • Teilnahme an der Prüfung
  • alle benötigten Materialien
  • Zertifikat

Das Anmeldeformular folgt zeitnah.